Wirtschaftlichkeit

Der VDI schätzt in seiner Richtlinie 3633 den Aufwand einer Simulationsstudie mit etwa 0,5% und den Nutzen mit etwa 2 - 4% der Investition. Das durchschnittliche Verhältnis von Kosten / Nutzen gibt er mit 1 : 6 an. Bei entsprechend kostenintensiven Systemkomponenten kann dieses Verhältnis aber weit günstiger ausfallen. Entscheidend für die Wirtschaftlich des Einsatzes der Simulation ist hierbei, daß ihr Einsatz planungsbegleitend erfolgt.

Bei Anwendungen im Tagesgeschäft, z.B. bei der Unterstützung der Feinplanung und Steuerung von Fertigungen, kann das Potential an Kosteneinsparungen so groß sein, daß sich die Modellentwicklung schon nach wenigen Monaten amortisiert hat. Ist die Simulation zuvor schon zur Analyse und Optimierung der Fertigungsprozesse eingesetzt worden, ist das Modell also schon "bezahlt" worden, muß es nur noch in die vorhandenen PPS- und BDE-Systeme eingebunden werden. Der Aufwand für die Unterstützung des Tagesbetriebs beschränkt sich somit auf die Realisierung der Softwareschnittstellen zu diesen Systemen und auf die notwendigen organisatorischen Anpassungen.

Einen wichtigen Wirtschaftlichkeitsfaktor, den man aber in der Praxis nur schwer quantifizieren kann, sehen wir darin, daß die Simulation komplexer Systeme (z.B. von Materialflußsystemen, Produktionssystemen, Logistiksystemen etc.) nicht nur das Optimierungspotential ermittelt und aufzeigt, sondern auch die organisatorischen Hindernisse einer Optimierung der betreffenden Systeme und Prozesse sichtbar macht. Das erst macht eine wirkliche "Optimierung der Geschäftsprozesse" möglich.